Deutsches Zentrum für Schienenverkehrsforschung beim Eisenbahn-Bundesamt

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Ermittlung der Vogelschutzwirksamkeit von Kleintierabweisern

Bestimmung von Strömen und Einschätzung der elektrischen Wirkung bei unterschiedlichen Isolatorzuständen

Forschungsbericht 9 (2021), März 2021, 117 Seiten, PDF, ca. 4 MB

Ermittlung der Vogelschutzwirksamkeit von Kleintierabweisern

Elektrifizierte Eisenbahnstrecken weisen Besonderheiten auf, die spezifische Gefahren für Vögel hervorrufen können. Beim Berühren von Anlagenteilen unterschiedlichen elektrischen Potenzials besteht für Vögel die Gefahr von schädigenden Durchströmungen bis hin zur Schädigung durch Auslösen eines Kurzschlusses. Darüber hinaus kann es zu nicht unerheblicher Beschädigung der Bahnanlage, mitunter mit Folgeschäden durch Böschungsbrände führen. Die ca. 3000 jährlich durch Stromschläge verursachten Kurzschlüsse führen außerdem zu Folgestörungen in den Betriebsabläufen. Eine Entschärfung des Problems dient daher gleichzeitig dem Naturschutz wie auch der Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit des Schienenverkehrs.

Isolatoren mit KTA Untersuchung verschmutzter Isolatoren mit Kleintierabweisern in der Nebelkammer (rechts: Verbundisolator, links: Porzellanisolator) Quelle: Jana Görlich / Hans-Peter Hampel


Zur Gefahrenabwendung werden zunehmend Kleintierabweiser (KTA) eingesetzt, die auf Hochspannungsisolatoren montiert werden, deren Wirkung auf Vögel jedoch noch nicht geklärt war. Ziel der Untersuchung war die Bestimmung von Strömen und die Einschätzung der elektrischen Wirkung von Kleintierabweisern bei unterschiedlichen Zuständen der Hochspannungsisolatoren. Unter Laborbedingungen wurden verschiedene Körperwiderstände, Kontaktszenarien, Isolatoren und Umweltbedingungen simuliert, um allgemeingültige Referenzwerte für die Reizschwelle und Gefährdung zu ermitteln. Zusätzlich wurden Möglichkeiten zur Weiterentwicklung des KTAs bzw. zum Einsatz von alternativen Methoden ausgearbeitet.

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