Deutsches Zentrum für Schienenverkehrsforschung beim Eisenbahn-Bundesamt

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Untersuchung der Bedingungen für einen flächendeckenden Einsatz von Wirbelstrombremsen

Forschungsbericht 1 (2020), Januar 2020, 78 Seiten, PDF, ca. 2 MB

Untersuchung der Bedingungen für einen flächendeckenden Einsatz von Wirbelstrombremsen

Ziel dieser Untersuchungen ist, die allgemeingültigen Auswirkungen der Verwendung einer linearen Wirbelstrombremse auf die Ausrüstung der Leit- und Sicherungstechnik, sowie die Infrastruktur zu beschreiben. Auf Basis dieser Untersuchungen kann danach zwischen denjenigen Wechselwirkungen, die aufgrund ihrer Relevanz grundsätzliche Maßnahmen erforderlich machen, und denjenigen Wechselwirkungen, die nach einer eingehenden Untersuchung als vernachlässigbar eingestuft werden können, unterschieden werden.

Durch generelle Maßnahmen und geeignete Vorgaben für Infrastruktur und zukünftige LWB sollen die Voraussetzungen für eine umfassendere Nutzung der LWB geschaffen werden. Aufwändige Tests und Nachweise bei neuen Fahrzeug- oder Streckeninbetriebnahmen könnten damit der Vergangenheit angehören.

Schematische Darstellung einer linearen Wirbelstrombremse Quelle: EU-Project ECUC, Oliver Stark, Dr. Wilhelm Baldauf: Deliverable D2.1, Collection of previous experiences and know-how; 02/2013

Im ersten Arbeitspaket werden dazu die Erfahrungen mit der linearen Wirbelstrombremse des ICE 3 zusammengetragen. Beginnend mit den Maßnahmen vor Betriebsaufnahme über die ersten Betriebserfahrungen bis zur aktuellen Situation werden die behandelten Themen und relevanten Erkenntnisse aufgelistet. Eine Analyse der Vorgaben in den einschlägigen Regelwerken und Normen vervollständigt die Betrachtung. Schließlich werden die Handlungsfelder konkret benannt, die für die Erreichung des oben genannten Ziels bearbeitet werden müssen.

Im zweiten Arbeitspaket werden der durch die lineare Wirbelstrombremse verursachte Wärmeeintrag in die Schiene und damit verbundene Bauteile angegeben. Unterschiedliche Betriebssituationen werden dazu betrachtet. In Abhängigkeit vom jeweiligen Oberbau wird untersucht, welche Schienentemperatur als Grenzwert vorgegeben werden muss und welchen Einfluss dies auf die gewünschte Nutzung der linearen Wirbelstrombremse für Betriebsbremsungen hat. Auf dieser Basis wird dann untersucht, welche Freigabebedingungen geeignet sind, einen temperaturabhängigen Einsatz der linearen Wirbelstrom-bremse für Betriebsbremse zu ermöglichen.

Im dritten Arbeitspaket werden - nach einer kurzen Darstellung beeinflussungsrelevanter Design und Betriebsparameter der LWB - die Beeinflussungsmechanismen mit Bezug auf die aktuelle Auslegung von Wirbelstrombremsen beschrieben und deren Einflüsse auf die Elemente der Leit- und Sicherungstechnik - unter Berücksichtigung der technischen Merkmale und Betriebsweise der LWB – aufgezeigt und bewertet. Basierend auf den dargestellten Erkenntnissen werden Vorgaben für die zukünftige Auslegung von Wirbelstrombremsen sowie signaltechnischen Komponenten im Gleisbereich abgeleitet.

Abschließend erfolgt eine Bewertung aller Ergebnisse und es werden Handlungsempfehlungen zu eventuell notwendigen Maßnahmen zur Ermöglichung der Nutzung der LWB als Standardsystem gegeben.

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