Deutsches Zentrum für Schienenverkehrsforschung beim Eisenbahn-Bundesamt

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Thema: Projekte, Stand: 10.08.2020

Sensitivitätsanalyse Vegetation entlang der Bundesverkehrswege bezüglich Extremwetter & Klimawandel

Sturmschäden und Böschungsbrände stellen eine bedeutende Gefahrenquelle für die Verkehrssicherheit dar.

Das Vorkommen solcher Schadensereignisse kann jedoch nicht alleine durch die Witterungsbedingungen erklärt werden. So kann die Standfestigkeit von Bäumen beispielsweise von Faktoren wie der jeweiligen Art, der Topographie oder den Böden beeinflusst werden und das Potenzial von Bränden durch die Bodenart und die Bodenfeuchte oder die Pflanzenart und ihre spezifische Anfälligkeit Feuer zu fangen. Die Bedeutung der entsprechenden Einflüsse, vor allem in Hinblick auf die besonderen Gegebenheiten entlang der Verkehrsinfrastruktur ist jedoch nicht hinreichend bekannt und untersucht.

Extremwetter und Massenbewegungen an der Strecke Oberwesel-Bacharach 2016

Im Rahmen dieses Projektes sollen Faktoren, die zu Sturmschäden und Vegetationsbränden entlang der Bundesverkehrswege führen können, ermittelt werden. Diese Faktoren (meteorologische Faktoren und Fokus auf Vegetationsfaktoren wie Topographie, Baumart, Geologie, Vitalität, Bodenart oder Bodenfeuchte) sollen im Anschluss bewertet und ihrer Bedeutung nach gewichtet werden.

Des Weiteren soll das Vorkommen von potenziell gefährdeten Standorten entlang der Bundesverkehrswege ermittelt werden. Auch die möglichen Auswirkungen des Klimawandels auf die jeweiligen Faktoren sollen untersucht und bewertet werden. Hinsichtlich potenziell gefährdender Bäume kann auf Ergebnisse bereits durchgeführter Projekte wie dem Projekt Ableitung des Baumbestandes entlang des deutschen Schienennetzes zurückgegriffen werden.

Auf Basis der Analysen sollen zudem Handlungsempfehlungen für ein angepasstes Vegetationsmanagement (an extremere Witterungsbedingungen angepasste Arten, Entwicklung der Standorte) erstellt werden. Die Projektergebnisse sind essenzielle Grundlage für weitere Forschungsarbeiten zu Sturmgefahren und Böschungsbränden auch im Rahmen des BMVI-Expertennetzwerks.

Die Ergebnisse des Projektes können wichtige Informationen für die Entwicklung von Hinweiskarten liefern und methodische Ansätze generieren.

Das Projekt hat eine Dauer von 12 Monaten und wird im Dezember 2021 abgeschlossen. Projektpartner ist die Luftbild Umwelt Planung GmbH.

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